Küche

Resteverwertung: zehn Rezepte für Lebensmittel, die sonst im Müll landen

Weggeworfene Lebensmittel sind bezahlte Lebensmittel. Wer seinen Kühlschrank konsequent leer kocht, spart im Monat oft mehr als durch jeden Rabattcode.

Die zehn Klassiker

  1. Altes Brot wird zu Armen Rittern. Trockene Scheiben in Ei und Milch wenden, ausbacken, in Zimtzucker wälzen. Unser Rezept dafür kostet 85 Cent pro Portion.
  2. Trockenes Brot wird zu Semmelbröseln. Würfeln, im Ofen bei 120 Grad trocknen, in der Küchenmaschine mahlen. Hält sich im Glas ein halbes Jahr.
  3. Weiche Tomaten werden zu Soße. Klein schneiden, mit Zwiebel und Knoblauch 20 Minuten einkochen, salzen. Portionsweise einfrieren.
  4. Gemüsereste werden zur Pfanne. Das flexibelste Rezept überhaupt, weil es kein festes Rezept ist. So geht die Gemüsepfanne.
  5. Gemüseabschnitte werden zu Brühe. Schalen, Strünke und Zwiebelenden sammelst du im Gefrierbeutel. Ist er voll, mit Wasser eine Stunde köcheln, abseihen, einfrieren.
  6. Nudeln von gestern werden zum Auflauf. Mit Ei, Milch und Käse übergießen und 20 Minuten überbacken.
  7. Kartoffeln von gestern werden zu Bratkartoffeln. Gekochte Kartoffeln vom Vortag zerfallen in der Pfanne nicht, sie werden erst dadurch knusprig.
  8. Saure Milch wird zu Pfannkuchen. Solange sie nur säuerlich riecht und nicht schimmelt, ist sie im Teig sogar besser als frische Milch.
  9. Reis vom Vortag wird zur gebratenen Reispfanne. Kalter Reis klebt weniger und bräunt besser als frisch gekochter.
  10. Käserinden werden zum Suppenwürzer. Die Rinde von Hartkäse mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen, das gibt Eintöpfen eine kräftige Grundlage.

Mindesthaltbarkeit ist kein Verfallsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt aus, bis wann der Hersteller Eigenschaften wie Geschmack und Konsistenz garantiert. Es ist keine Aussage darüber, ab wann ein Lebensmittel schlecht ist. Joghurt, Nudeln, Reis, Konserven und Schokolade sind oft Wochen bis Monate darüber hinaus einwandfrei. Verlass dich auf Augen und Nase statt auf den Aufdruck.

Anders ist es beim Verbrauchsdatum, das bei rohem Fleisch und Fisch steht. Dieses Datum solltest du ernst nehmen.

Der Restetag als feste Gewohnheit

Der wirksamste Trick ist organisatorisch, nicht kulinarisch: ein fester Tag pro Woche, an dem nichts eingekauft wird und nur verkocht wird, was da ist. Wer ihn direkt vor den Großeinkauf legt, geht mit leerem Kühlschrank einkaufen und kauft automatisch weniger doppelt.

Kurz zusammengefasst

Brot, Gemüse und Kohlenhydrate vom Vortag sind keine Reste, sondern Zutaten. Ein fester Restetag pro Woche spart mehr als die meisten Rabattaktionen.

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