Planung

Angebote richtig nutzen: so planst du deinen Wocheneinkauf

Die meisten Menschen planen ihr Essen und suchen dann die Zutaten. Dreh die Reihenfolge um, und dein Einkauf wird günstiger, ohne dass du auf etwas verzichtest.

Schritt 1: Erst der Prospekt

Prospekte erscheinen meist am Wochenende für die kommende Woche. Schau dir zwei bis drei Märkte an und notiere nur die Angebote, die du wirklich verwenden würdest. Interessant sind vor allem Grundzutaten, die sich in vielen Gerichten einsetzen lassen: Hackfleisch, Hähnchenschenkel, Käse, Kartoffeln, Zwiebeln, Dosentomaten.

Schritt 2: Dann der Speiseplan

Bau um diese Angebote herum deinen Plan für die Woche. Ist Hackfleisch reduziert, wird es eine Reispfanne. Sind Kartoffeln im Angebot, wird es ein Auflauf. Plane sieben Abendessen, aber nur fünf davon neu, zwei Tage bleiben für Reste und für den Fall, dass es anders kommt.

Rechne bei jedem Gericht mit einer Portion mehr, als du brauchst. Diese Portion ist dein Mittagessen für den nächsten Tag und ersetzt einen gekauften Snack.

Schritt 3: Zuletzt der Einkaufszettel

Schreibe den Zettel nach Abteilungen des Marktes sortiert, nicht nach Gerichten. Das verkürzt den Weg und verringert die Zahl der Gelegenheiten, an denen etwas Ungeplantes im Wagen landet. Zwei Regeln haben sich bewährt: nie hungrig einkaufen und den Zettel nicht als Vorschlag behandeln.

Wo der Preis wirklich steht

Der Grundpreis am Regal, also der Preis pro Kilo oder Liter, ist die einzige Zahl, die Packungen vergleichbar macht. Die große Packung ist meistens, aber nicht immer günstiger. Gerade bei Aktionsware ist die kleine Packung im Angebot manchmal die bessere Wahl.

Was sich zu bevorraten lohnt

  • Lange haltbar und oft im Angebot: Nudeln, Reis, Linsen, Dosentomaten, Öl, Mehl, Zucker. Hier lohnt der Griff zum Vorrat immer.
  • Einfrierbar: Fleisch, Brot, Butter, Käse am Stück, blanchiertes Gemüse.
  • Nicht bevorraten: alles Frische, das du nicht innerhalb weniger Tage sicher verbrauchst. Ein Angebot, das im Müll endet, war kein Angebot.

Cashback zum Schluss

Cashback-Apps funktionieren rückwirkend über den Kassenbon. Deshalb gehören sie ans Ende der Planung, nicht an den Anfang: Erst prüfst du, was du ohnehin kaufst, dann schaust du, ob dafür gerade eine Aktion läuft. Umgekehrt kaufst du Dinge, die du nicht brauchst, nur weil es ein paar Cent zurückgibt. Welche Anbieter es gibt, findest du unter Cashback und Rabatte.

Kurz zusammengefasst

Prospekt, dann Speiseplan, dann Zettel. Immer eine Portion mehr kochen, immer auf den Grundpreis schauen, Cashback erst am Ende prüfen.

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